Das Kreuz bei McDonald‘s

Höchst interessant, aber absolut kein Aufreger: Ausgerechnet bei McDonald’s hängt in Loosdorf ein Jesus-Kreuz im Speisesaal. Warum? „Das ist eine individuelle Entscheidung des Franchisenehmers. (…) In Loosdorf ist das völlig akzeptiert, weil der Mäcci da wie der Wirt ums Eck ist und bei dem hängt auch oft ein Kreuz“, lautet die offizielle Antwort. Fazit:  Man darf gespannt sein, wann die ersten Hirschgeweihe, präparierten Fischköpfe und ausgestopften Eichhörnchen neben der BigMac-Werbung zu finden sind! 😉

Das Kreuz in Loosdorf

Das Kreuz bei McDonald’s in Loosdorf

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Advertisements

Retro-Café mit Charme

Ein Salonzimmer mit dämmriger Beleuchtung und alten Tapeten, eine Kellnerin, die dank Frisur und Kleidung aussieht, als käme sie per Zeitreise aus den 1950er-Jahren, ein liebevoll zubereitetes Mittagsmenü um sieben Euro – das ist das Cafe Moped im dritten Wiener Gemeindebezirk. Es befindet sich direkt neben dem Rochusplatz und könnte ideal als Filmkulisse für Agententhriller dienen. Außerdem gibt es dort W-LAN und regelmäßig Veranstaltungen. Fazit: Höchste Empfehlung für Retro-Fans!

Hinterzimmer und Raucherbereich

Hinterzimmer und Raucherbereich

Tapeten und Einrichtung aus den 50er-Jahren

Wandtapeten aus den 1950er-Jahren

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Essen wie bei Mama

Wer einfache Küche in einem kleinen Wiener Gasthaus sucht, der ist im Nekam‘s-Stüberl in der Nussdorferstraße bestens aufgehoben. Das Mittagsmenü schmeckt – im positiven Sinn – wie bei Mama. Heute gab es Zucchinicremesuppe und Schweinsmedaillons mit Kartoffelsalat um 7,70 Euro. Koch Christian und Barchefin Gloria unterhalten sich mit ihren Stammgästen über Neuigkeiten und Rezepte. Es gibt Zeitungen und eine Raucher-Nichtraucher-Trennung. Fazit: Nekam‘s-Stüberl ist ein Geheimtipp, der keiner bleiben sollte.

nekams

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Der Bobotoast

Heute im Wiener Literaturcafé „Phil“ in der Gumpendorfer Straße gesehen: Ein Toast – speziell für Bobos. Der Preis ist mit 4,50 Euro entsprechend angesetzt. Leider konnte dem freundlichen Kellner nicht entlockt werden, ob der Bobotoast oft bestellt wird und wann es endlich den Hipster-Toast gibt.

Bobotoast

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Der große Tschisi-Geschmackstest

Die Sonne scheint – Grund genug für den wichtigsten Eistest des Jahres. Das „legendäre“ Tschisi-Eis von Eskimo wird tatsächlich wieder zum Kauf angeboten. Die Freude bei den tausenden Fans ist groß, doch auch enttäuschte Gesichter gibt es. Die Erinnerung an das beliebte Eis war manchmal einfach besser als das Produkt selbst und auch die „Löcher“ waren beim Neustart nicht mehr da. In den vergangenen Jahren konnte man nur auf ein selbst gemachtes Tschisi-Eis zurückgreifen. Hier soll nun die Eigenkreation mit dem Original verglichen werden.

Tschisi1

FARBE: Der auffälligste Unterschied ist schon einmal die Farbe. Das Original ist viel heller und wirkt viel künstlicher als die Eigenkreation.

MENGE: Auch das ist auf dem ersten Blick erkennbar: Das selbstgemachte Eis ist viel größer als das Original. Das Tschisi ist ja nicht viel größer als das Brickerl. (Wahrscheinlich wird bei der Herstellung die gleiche Form verwendet.)

Tschisi2

KONSISTENZ: Für jene, die lieber beißen statt lutschen ist klar, dass das Original viel weicher als die Eigenkreation ist. Dafür zerläuft es in der prallen Sonne auch schneller.

GESCHMACK: Über Geschmack lässt sich streiten. Hier soll also nicht geurteilt werden, welches Eis besser ist. Fakt ist, dass das Original viel süßer ist als der Nachbau. Es schmeckt intensiver nach Vanille als der gefrorene Pudding.

Tschisi3

FAZIT: Hat sich der Internethype um das Tschisi-Eis ausgezahlt? Ist es cool, mit einem Tschisi-Eis auf Fotos zu posieren und diese auf Facebook zu stellen? Oder ist das Tschisi-Comeback eine Geschmacks-Enttäuschung? Unser Fazit lautet: Die Eigenkreation schmeckt anders, kann aber mit dem Original besser mithalten, als ursprünglich angenommen. Das Original ist gut, aber nicht umwerfend. Die beschönigte Erinnerung an das legendäre – unbeschreiblich gute – Tschisi-Eis von früher wird uns fehlen.

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

Gemütlicher Franzose in Wien

Französisches Ambiente mitten in Wien – das erzeugt das Café Pierre in der Windmühlgasse (gegenüber vom Haus des Meeres). Hier kann man gemütlich mit Freunden einen Bordeaux trinken, dazu Olivenbrot essen und den Abend ausklingen lassen. Auch zum Frühstücken ist dieses Lokal bestens geeignet. Die Preise sind okay, die Bedienung ist freundlich, es gibt einen abgetrennten Raucherbereich und die Auswahl an französischen Spezialitäten ist groß: Crêpes, Omelettes, Tartines, Salades, Baguettes, Boissons chaudes und Desserts kann man hier zu fairen Preisen genießen.

cafe piere

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

Lifestyle und Literatur im Phil

Was soll man über ein Café schreiben, das so großartig ist, das man fast nie einen Platz darin bekommt? Das Phil in der Gumpendorferstraße ist eine Buchhandlung mit integriertem Café – oder umgekehrt. Hier kann man also nicht nur Frühstücken, Kaffeetrinken oder am Abend einen Philburger verdrücken, sondern auch inspirierende Bücher, DVDs oder Musik durchstöbern bzw. einkaufen. Selbst die Second-Hand-Möbelstücke, Lampen und Einrichtungsgegenstände können nicht nur benützt, sondern bei Interesse auch gekauft werden.

PhilPhil

Im Phil gibt es regelmäßig Lesungen, Konzerte, TV-Aufzeichnungen und andere Events. Im Winter ist es in der Nähe der Glasfassade manchmal ein bisschen kalt, das macht die gemütlich-warme Atmosphäre aber wieder wett. Es gibt W-Lan, Steckdosen für Laptops, saubere Klos, freundlichste Kellner und studentenfreundliche Preise. Es gibt wenige Lokale in Wien, die ohne Einschränkung so empfohlen werden können, wie das Phil.

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.