Die zehn lustigsten Zitate von Robert Blöchl

„Gute Gesellschaft“ heißt das erste Solokabarett von Robert Blöchl – der „kleineren Hälfte“ des Kabarettduos BlöZinger. Hier die besten Zitate aus dem Programm:

1. Ich glaub, es kommen die Zombies und fressen unsere Gehirne. Sie werden nicht satt werden.
2. Nach 14 Jahren als Ministrant – da hört man nicht auf. Das ist wie beim ÖAMTC. Wenn du mal dabei bist, dann bleibst du bis zum Totalschaden.
3. Dogmen sind wie Straßenlaternen. Sie versuchen den Weg zu beleuchten, aber nur Betrunkene halten sich daran fest.
4. Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, wo Ihr Briefträger aufs Klo geht? Sie werden Ihren Garten in einem ganz neuen Licht sehen.
5. Welche Schuhe trägt man als Religionslehrer? Jesus-Schlapfen? Mittlerweile gehen Waldviertler auch. Waldviertler sind die Springerstiefel der Gotteslobfraktion.

Robert Blöchl

Robert Blöchl ist mit seinem ersten Soloprogramm „Gute Gesellschaft“ auf Tour.

6. Blockflöte ist an sich schon eine Form von Fegefeuer. Aber wir mussten zwei Stunden lang pro Woche Blockflöte üben und beim Schulfest vor versammelter Schule plus Eltern auftreten. Eine musikalische Hinrichtung.
7. Die Tage der Karwoche: Rosenmontag, Faschingsdienstag, Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Weltspartag, Ostersonntag. Da waren vier Fehler drin. Wer hat sie gefunden?
8. Für dein Gewicht bist du 70 Zentimeter zu klein.
9. Wir haben die Thujen ins Herz geschlossen. Irgendwie sind sie uns sogar wichtiger als die eigene Familie. Bei den Thujen schauen wir im Frühling nach, ob sie noch leben.
10. Es ist Weihnachten in Wien, ein paar Trottel suchen noch Geschenke. Und ich bin mittendrin, weil ich auch nicht fertig denke.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

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Elli Bauer: „Frauen im Kabarett werden schnell in eine Rolle gedrängt“

Elli Bauer ist 31 Jahre alt, hat Sozialarbeit studiert und arbeitet unter anderem als Hip-Hop-Trainerin in Graz. Vor wenigen Tagen gewann sie die beiden Kabarettwettbewerbe Ennser Kleinkunstkartoffel und Freistädter Frischling. Wie die Halbschottin zum Kabarett gekommen ist und was ihr an dieser „Männerdomäne“ missfällt, verrät sie im Interview mit kulturblogger.at.

Elli Bauer

Elli Bauers Ziel auf der Bühne ist es immer, eine gute Show abzuliefern: „Was auf keinen Fall fehlen darf: Selbstironie und eine Beziehung zum Publikum.“

Du bist nach elf Jahren die allererste Gewinnerin der Ennser Kleinkunstkartoffel. Kabarett gilt überhaupt als Männerdomäne. Warum ist das so?
Zunächst gilt der Grund, der für alle Männerdomänen gilt: Man reicht sich den Kelch untereinander weiter. Ein Muster, das einfach noch nicht durchbrochen wurde. Andererseits beobachte ich, dass Frauen im Kabarett sehr schnell in eine bestimmte Rolle gedrängt werden und diese auch teilweise selbst annehmen. Leider bedient diese oft genau die Klischees, von denen wir uns versuchen zu verabschieden: hilflos, dümmlich, hysterisch, männer- bzw. schokonarrisch, einkaufssüchtig. Selbst wenn es als emanzipiert verkauft wird, ist es meist dennoch schrill im Ton. Die Frauenrollen können dann wie Karikaturen wirken und geben selten Einblicke in wie das Leben für viele Frauen tatsächlich ist.

„Frauen dürfen sich in vielen Lebensbereichen weniger Fehler oder Menschlichkeiten erlauben, um Wertschätzung für ihr Können zu bekommen.“

Elli Bauer, Kabarettistin

Ich denke, dass es Frauen generell schwerer fällt mit etwas Unfertigem aufzutreten, da sie definitiv schneller und stärker negativ beurteilt werden. Frauen dürfen sich in vielen Lebensbereichen weniger Fehler oder Menschlichkeiten erlauben, um Wertschätzung für ihr Können zu bekommen. Männer hingegen arbeiten oft eher nach dem Schau-ma-mal-Prinzip und stellen sich einfach auf die Bühne.

Eines ist ganz klar: Kabarett ist nicht nur Gabe sondern, wie alle Bühnenkünste, eindeutig auch Übungssache. Üben heißt in diesem Fall sich einfach auf die Bühne stellen und zu reden beginnen. Meiner Erfahrung nach machen das Männer unbedarfter als Frauen, werden somit schneller besser und treten öfter auf. Generell missfällt mir diese Situation natürlich, da sie nicht ausgewogen und geschlechterbezogen ist. Ich selbst kann aus meinen persönlichen Erfahrungen aber nichts Negatives berichten. Ich bin mir meiner Sache aber auch sehr sicher.

Du singst etwa über Frauenarzt-Besuche. Wie wählst du deine Themen aus?
Die Themen meiner Lieder und meines Programms an sich sind immer Erfahrungen oder Beobachtungen, die ich selbst gemacht habe. Dementsprechend authentisch kann ich dann auch darüber berichten. Ich lege auch gern ein Augenmerk auf Dinge, die sehr viele Menschen betreffen, über die aber eher selten gesprochen wird.  In meinem Programm ist auch Politisches dabei.

Wie bist du zum Kabarett gekommen?
Als Halbschottin bin ich mit sehr viel britischer Comedy aufgewachsen und habe es immer schon geliebt. Vor allem die sogenannte observational comedy. Ich habe immer schon gerne Leute zum Lachen gebracht und auch immer schon gerne Musik gemacht. Irgendwann habe ich dann beides kombiniert und habe mich damit auf die Bühne getraut – und das gleich beim Kleinkunstvogel 2013. Als Test quasi, ob irgendwen interessiert, was ich darbiete. Als ich dann im Finale nur knapp den Publikumsvogel nicht gewann, war mir klar, dass das was werden könnte.

Von Müllfischern und „ultimativen Ausländern“

Der 26-jährige Oberösterreicher Berni Wagner erfüllt sich in Wien den Traum des mittellosen Künstlerdaseins – und erzählt davon in seinem neuen Kabarettprogramm „Babylon“. Diese Woche war Premiere im Kabarett Niedermair.

„Willst du mit mir Dumpstern gehen?“, wird er von einer Veganerin auf einer Party gefragt. „Ich hab das Wort nicht gekannt. (…) Noch im Müllraum dachte ich, das wäre ein Fetisch.“ Als sie ein Steak aus dem Container fischt, erklärt sie:  „Ich bin vegan. Außer beim Müll. Weil ich finde, da ist es wirklich schon hin…“. Er selbst, der drei Monate lang auf Weltreise war, findet das Müllfischen bzw. das „auf Zehenspitzen um den ökologischen Fußabdruck Herumtänzeln“ etwas heuchlerisch. „So viel Müll kannst du gar nicht essen wie du schon verflogen bist“, schimpft ihn die Banane aus Costa Rica. Außerdem erdumpstert der gierige Student so viel, dass ihm zuhause die Hälfte schlecht wird und er sie erst recht wegwerfen muss.

Berni Wagner (c) Ernesto Gelles

„Warmduscher“ ist für Berni Wagner keine Beleidigung: „Ich will nicht frieren unter der Dusche, nur weil ihr ein Männerbild aus ‚Triumph des Willens‘ habt.“

Fazit: Berni Wagner erzählt in „Babylon“ skurrile Wien-Anekdoten, die unter anderem die Doppelmoral unserer Gesellschaft aufzeigen. Mit voller Power liefert er ein sehr intelligentes Kabarett mit genialem Höhepunkt: Er hetzt das Publikum gegen die „ultimativen Ausländer“ auf – die Außerirdischen. Das Publikum freut sich und folgt dem starken Bühnenmenschen im Gleichschritt.

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Pater Martin mit Orgel-Soundtrack

Eine Weltpremiere der besonderen Art gibt es am Samstag (25.11) in der Kirche Enns-St.Marien: Der beliebte Franziskanermönch Pater Martin Bichler erzählt um 17 Uhr humorvolle Abenteuer aus seinem Leben – etwa wie er mit einem Rucksack voller Waffen in Assisi von Soldaten aufgehalten wird. Live dazu wird Marco Paolacci, Stiftskapellmeister von Zwettl, an der Orgel improvisieren. Ein einzigartiges und kurzweiliges Spektakel bei freiem Eintritt!

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Als Organist bereist Marco Paolacci, geboren 1985 in Bozen, viele Länder Europas und tritt an bedeutenden historischen Orgeln als Solist auf.

Buchtipp für Weihnachten: Pater Martin 3 – Der lachende Franziskaner von Florian Kobler (Freya Verlag). Seit 20. November überall im Handel.

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Mit schwarzem Humor zum Sieg

Christoph Fritz hat mit seinem „sehr schwarzen Humor“ den Kabarettwettbewerb „Ennser Kleinkunstkartoffel“ gewonnen. Der niederösterreichische Nachwuchskabarettist ist erst 22 Jahre alt, was sich aber „laufend ändere, fast jährlich“. Er hat Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung studiert, „was ein Euphemismus ist für: Ich habe keine echten Leidenschaften in meinem Leben und will einfach viel Geld verdienen.“ Viel zu berichten weiß er auch über seinen Heimatort „Kaffhausen am Wagram“. Die Leute dort sollen außerordentlich tolerant sein. „Solange du einigermaßen männlich, weiß, österreichisch, heterosexuell, nicht kleinwüchsig, nicht zu dick und nicht zu dünn, aber auch nicht dumm, nicht zu intelligent und auch kein Moslem, Atheist, Buddhist, Hinduist, Grüner oder Veganer bist… Und generell lässt es sich empfehlen, das Alkohol- und Cholesterinlevel konstant im lebensgefährlichen Bereich zu halten.“

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Christoph Fritz spielt den schüchternen, aber bitterbösesn Bubi

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben

Frauen über 40 sind „esoterisch verwundbar“, sagt Pepi Hopf. Sie kaufen plötzlich aus Alufolie gebastelte Spiralen, um böse Handystrahlen abzufangen. Aber auch Männer sind Hosenscheißer – etwa, wenn sie auf fremde Klos gehen müssen. Oder sie haben Angst vor langen Wörtern. Das nennt man Hippopotomonstrosesquippedaliophobie. „Wer das Wort aussprechen kann, ist auch schon geheilt“, meint Hopf.

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Pepi Hopf kochte für seine Gäste im Kabarett Niedermair Krautsuppe. Für die „Angstfreien“ gab es Ei-Aufstrich-Brote.

Der 46-jährige Kabarettist nimmt sich in seinem neuen Programm „Der Seelentröster“ dem allgegenwärtigen Thema „Angst“ an. Er sitzt dabei auf einem Barhocker und erzählt scheinbar locker lässig Anekdoten aus seinem Leben, von seiner Familie, aus seinem Heimatdorf. Doch das Programm ist gut durchdacht und behandelt eigentlich das Leben –  und wie man es meistern kann. Denn „Zu Tode gfurchten is a gstorben.“ Im Kabarett zu sitzen ist übrigens ungefährlich. Laut Google-Suche ist noch kaum jemand vor Lachen gestorben. Beim Premieren-Publikum von Pepi Hopf war es aber knapp.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Neulingsnagel für Franziska Singer

„Der Friseur wäscht mir die Haare, die Zeitschrift mein Gehirn“- mit Gedanken wie diesen und einer sympathisch-professionellen Bühnenshow hat Jungkabarettistin Franziska Singer den Goldenen Neulingsnagel 2016 gewonnen. Die 30-jährige Schauspielerin, die „nicht an Befindlichkeiten glaubt“ und in ihrem Alter für Männer eine „Babytretmine“ darstellt, konnte sich gegen starke Konkurrenz – bestehend aus Christoph Fritz, Isabel Meili und Markus Bittner – beim Kabarettwettbewerb im Theater am Alsergrund durchsetzen. Die Begründung der Jury: „Franziska Singer erzeugt die richtigen Bilder im Kopf.“ Ihre Darbietung war „zu Ende gedacht“. Zu sehen ist die Preisträgerin regelmäßig im Schubert Theater – und bestimmt auch bald im Kabarett.

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Franziska Singer und Jury-Mitglied Pepi Hopf

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.