Tiger und Pandas in Baden gesichtet

Die Stadt Baden – bekannt für sein Casino, die Kaiserzeit und seine Kur-Pensionisten – lockt aktuell mit Europas größtem Fotofestival La Gacilly. In Gassen, auf Plätzen aber vor allem in Parkanlagen wie dem Doblhoffpark werden noch bis Ende September 2.000 riesige Fotografien gezeigt – etwa schwimmend im See. Es gibt unter anderem wunderschöne Tierporträts zu bestaunen, aber auch blutige Reportagen zum Thema Wilderei in Afrika. Die Reise nach Baden lohnt sich jetzt also auch für junge Menschen. Der Eintritt für das Fotofestival ist frei!

Buchtipp: „Pater Martin“ – Anekdoten über Österreichs lustigsten Franziskaner. Drei Bücher von Florian Kobler – erschienen im Freya Verlag.

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Tapetenwechsel mit Streetart

Freundliche Figuren in Schwarz-Weiß sind das Markenzeichen des Künstlers und Illustrators Millo. Weltweit malt der Italiener sie auf Hauswände. Ein Kunstwerk mit dem Titel „Unsticker“ wurde 2015 an einem Wochenende für das Calle Libre– Festival in Wien gemalt. Es lädt mit vielen Details zum Entdecken ein und erinnert damit an ein Wimmelbild aus Kinderbüchern. Praktischerweise befindet sich das Wandbild in der Andreasgasse neben einem Spielplatz.

„Unsticker“ von Millo. Hier wird ein Sticker abgelöst…

Buchtipp:Pater Martin“ – Kurzgeschichten über Österreichs lustigsten Franziskaner. Drei Bücher von Florian Kobler. Erschienen im Freya Verlag.

Das Krankenhaus als Kunstgalerie

Österreichs größtes Krankenhaus, das Wiener AKH, ist nicht gerade für seine Schönheit bekannt. Zu Unrecht, denn im Inneren befinden sich nicht nur rund 50 Operationssäle, 1.800 Betten und endlose Gänge mit rotem oder grünem Farbschema, sondern auch eine Kunstgalerie. Ausgestellt sind hier ausnahmsweise einmal keine Naturfotos mit aufmunternden Zitaten oder religiösen Sprüchen, sondern echte Kunst. Ein Blick auf die wechselnden Ausstellungen lohnt sich  – auch für Gäste.

Loys Egg

Die Werke von Loys Egg verlassen die begrenzte Fläche der Leinwand und wandern in den Raum.

Gottfried Mairwöger

Gottfried Mairwöger gestaltet Farbfelder und Farbströme mit Ölfarben.

Franz Unzeitig - Code

„Code“ von Franz Unzeitig. „Alle Wesen seiner Bilder sind freie, tanzende Strukturen, deren Bewegungszustand und Erregtheit der Künstler zu fixieren versucht.“

Manfred Simma - Steinbilder

Steinbild von Bewährungshelfer und Künstler Manfred Simma.

Buchtipp:Pater Martin“ – Kurzgeschichten über Österreichs lustigsten Franziskaner. Drei Bücher von Florian Kobler. Erschienen im Freya Verlag.

Großes Theater in der Gemäldegalerie

Zwei bis vier Sekunden verbringen Museumsbesucher durchschnittlich vor einem Bild. Das erscheint gerade bei den riesigen Gemälden im Kunsthistorischen Museum Wien erschreckend wenig. Nicht so beim Projekt Ganymed Nature. Die Idee ist so einfach wie genial: Schriftsteller und Komponisten suchen sich ein Bild in der Gemäldegalerie aus und schreiben darüber – einen Text oder ein Musikstück. Schauspieler und Musiker geben die Werke direkt vor den jeweiligen „Quellen“ zum Besten.

Ganymed1

Und so strömen bei einer Vorstellung rund 700 Besucher ausgerüstet mit Klapphocker und Plan  durch die beeindruckenden Hallen des KHM und erleben, wie Katharina Stemberger Rubens‘ „Venusfest“ in allen Details zerlegt und als Speckfaltenexplosion bezeichnet (der Text stammt von Eva Menasse), die Strottern auf der Klimtbrücke singen „mogst schaun, weil ma vo da Weitn jo nix siacht“ und Peter Wolf vor Sandrarts‘ „Fischmarkt“ erzählt, wie Hummer gefangen, bei lebendigem Leib in den Topf geworfen und gepeinigt werden. Groß und Klein, Jung und Alt lauschen wie Kinder bei einer Märchenstunde – mit großen Augen und voller Spannung. Besonders bei der Station vor Gentileschis „Ruhe auf der Flucht nach Ägypten“ ist die Stille praktisch greifbar. Da liegt Josef erschöpft auf dem Boot und vor ihm erzählt die 20-jährige Rania, die aus ihrer Heimat Kobane in Syrien geflohen ist, dass Ruhe ein wesentliches Element auf der Flucht ist…

Wer mit den üppigen, scheinbar immer gleichen Gemälden der Alten Meister voller Nackter und anderer Grauslichkeiten in der Gemäldegalerie bislang nichts anzufangen wusste, der wird sie nach Ganymed nicht nur schätzen und lieben, sondern mit völlig anderen Augen sehen. Und das unweigerlich länger als wenige Sekunden.

Schwitzen für die Kunst

Man soll ins Museum gehen, wenn es draußen heiß ist. Denn die Museen sind klimatisiert. Zumindest in der Christoph-Niemann-Schau im MAK stimmt das nicht. Dort kommt man derzeit ordentlich ins Schwitzen. Aber das nimmt man gern in Kauf, denn die Grafiken, Cartoons und Zeichnungen von Niemann sind extrem lustig. Fotografieren ist in der Schau erstaunlicherweise erlaubt, daher hier ein paar Eindrücke:

Kaffee

Katze

Star Wars

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Wurst aus Wachs in Wien

Die Wurst aus Wachs gibt es jetzt bei Madame Tussauds. Bei der Enthüllung stiegen sich die zahlreichen Kamerateams, Fotografen und Song-Contest-Fans gegenseitig auf die Zehen – so groß war der Andrang. Ab sofort wird die 200.000 Euro teure Conchita-Wurst-Wachsfigur etwa neben Abba und Udo Jürgens in Wien zu sehen sein.

Conchita Wachs und Conchita Wurst

Conchita Wachs und Conchita Wurst

Conchita Wachs und Conchita Wurst

Conchita Wachs und Conchita Wurst

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Ballett-Weltstars sorgen für Wow-Effekt

Ballett – klingt fad, alt und nach Tutu. Doch hin und wieder sollte man das Risiko eingehen und sich eine Tanzvorstellung ansehen. Zum Beispiel in der Wiener Staatsoper. (Die hat angeblich einen ganz guten Ruf…) Gestern Abend standen Choreografien von Hans van Manen, Alexander Ekman und Jiří Kylián am Programm. Also drei Stücke von völlig unbekannten Leuten – mit zwei Pausen. Das hält man aus! Mehr noch. Das war großartig!

Hans van Manen, Alexander Ekman, Jiří Kylián

Beim ersten Stück: „Adagio Hammerklavier“ wird harmonische Musik mit schönen Tanzfiguren verbunden. Beim zweiten Stück kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus: Stomp-Rhythmus-Einlagen, Pantomime, Humor, Theater, Clownerie und ein Streichquartett auf der Bühne. Ein Wahnsinn! Beim dritten Stück gibts dann noch offenes Feuer und oberkörperfreie Balletttänzerinnen. Also für jeden was dabei! Fazit: Wer nicht hin und wieder in die Staatsoper geht, der überlässt den Touristen das Beste an Wien.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.