Backstage im Römersteinbruch

Die Opernfestspiele in St. Margarethen locken pro Jahr bis zu 200.000 Besucher in den Römersteinbruch. Heuer inszeniert Robert Dornhelm die Puccini-Oper „La Boheme“. Gespielt wird von 10. Juli bis 25. August. Pro Vorstellung gehen 4000 Karten in den Verkauf, wobei ein Ticket zwischen 35 und 81 Euro kostet. Das Ambiente im Steinbruch, die burgenländische Verköstigung, die beeindruckende Oper und hoffentlich Schönwetter ohne Wind, Regen und Gelsen – das alles macht einen Besuch in St. Margarethen aus. Hier ein paar exklusive Fotos von den Aufbauarbeiten und vom Backstagebereich.

Pippi Langstrumpf steht heuer am Kinderprogramm. Die Villa Kunterbunt ist schon aufgebaut.

Ein Musical rund um Pippi Langstrumpf steht heuer am Kinderprogramm der Festspiele in St. Margarethen. Die „Villa Kunterbunt“ ist schon aufgebaut.

Ein Teil des Bühnenbildes von "Carmen" steht schon. Die großen Bilder werden mit menschlicher Muskelkraft bewegt.

Auch ein Teil des Bühnenbildes von „La Boheme“ steht schon. Die großen Kulissen werden heuer nur mit menschlicher Muskelkraft (Fahrradtechnik) bewegt.

Der Backstagebereich: Über den Kabinen für die Solisten befindet sich eine Näherei für die Kostüme.

Der Backstagebereich hinter der „La Boheme“-Bühne: Über den Kabinen für die Solisten im Erdgeschoß befindet sich eine Näherei für die hunderten Kostüme.

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Backstage im Stadtheater Wiener Neustadt

Ursprünglich war das Stadttheater im Zentrum von Wiener Neustadt eine Kirche der Karmeliterinnen. Erst unter Kaiser Josef II wurde das Gebäude in ein kleines Theater adaptiert. Es bietet Platz für 624 Sitzplätze und ein kaiserliches Ambiente im Zuschauerraum, bei den Garderoben und Bars sowie im Rauchersalon.

Blick von der Bühne

Blick von der Bühne

Auch die Technik ist vom Feinsten. Das kleine Theater bietet eine Drehbühne, zwei Versenkungen, die neueste Ton- und Lichttechnik, zwei Künstlergarderoben mit Duschen, einen Orchestergraben für maximal 30 Musiker und mehrere Backstageräume. Optisch erinnert es irgendwie an das Pariser Kino aus Quentin Tarantinos Film „Inglourious Basterds“.

Rauchersalon

Rauchersalon

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Backstage bei den Salzburger Festspielen

Im Juli finden in Salzburg erneut die Festspiele statt. Die Vorbereitungen laufen seit Monaten auf Hochtouren. Erst vergangene Woche traf ein Bühnebild aus Shanghai für die Co-Produktion „La bohème“ ein. Im Malerboden werden derzeit verbrannte Bäume für ein Bühnenbild gemalt, in der Felsenreitschule werden unter dem Schutz des neuen Daches Schienensysteme unter der Bühne verlegt und im Haus für Mozart wird das Licht für „Ariadne auf Naxos“ eingestellt. Zwischen 200 und 600 Techniker sind damit beschäftigt, dass die „Jedermann“-Festspiele (mit Nicholas Ofczarek, Ben Becker, Elina Garanca, John Eliot Gardiner, die Wiener Philharmoniker…) reibungsfrei über die Bühne laufen. Wer einen Blick hinter die Kulissen werfen kann, versteht vielleicht, warum eine Eintrittskarte bis zu 400 Euro kostet.

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Backstage im Burgtheater

Das neue Burgtheater in Wien ist wohl eines der bekanntesten und moderensten Theaterhäuser Europas. (Das alte Burgtheater befindet sich bei der Hofburg, gegenüber vom Sissi-Museum) Während die Zuschauerbereiche prunkvoll gestaltet sind, sieht es hinter den Kulissen aus wie auf einer Baustelle. (Aber wie auf einer sehr sauberen Baustelle.) Es gibt unzählige Gerüste, enge Gänge, steile Leitern, blinkende Warnleuchten, lautlose Aufzüge, volle Lagerräume, zahllose Kabel und Planen. Während einer Vorstellung sorgen bis zu 50 „Arbeiter“ hinter der Bühne für einen reibungsfreien Ablauf. Beindruckend ist natürlich die Drehzylinderbühne, der 28 Meter hohe Schnürboden und die vielen Bühnenversenkungen. Wunderschön zum Ansehen ist außerdem die sogenannte Feststiege auf der Volksgartenseite. Diese wird nicht nur zu besonderen, sondern auch zu traurigen Anlässen geöffnet – denn wenn ein Burgschauspieler stirbt, wird dort der Sarg für eine Weile aufgebahrt.

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Spielkasino fürs Theater

Das schönste Gebäude einer Kaserne ist oft das Offizierskasino. Auch Kaiser Franz Josephs kleiner Bruder wollte nur das Beste für Österreichs Soldaten und stellte ihnen sein prunkvolles Palais am Schwarzenbergplatz zur Verfügung. Heute befindet sich darin die dritte Spielstätte des Burgtheaters – das Kasino. Wenn man dort die alte Steinstiege hinaufgeht und die historische Holztüre passiert, wird man überrascht sein, wie modern der Theatersaal aussieht. Er erinnert an einem Designtempel für Modeschauen oder an eine Nobeldisko für junges Publikum. Statt Sessel gibt es hier Bänke. Zuschauerraum, Orchestergraben und Bühne teilen sich ohne räumliche Trennung den Platz.  Hier sitzt man nicht vor der Vorstellung, sondern in der Vorstellung. (Vermutlich ist das unangenehm für Besucher, die gerne im Theater schlafen…)

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Backstage in der Staatsoper

Es gibt in Wien kein Gebäude, das mich bisher mehr fasziniert hat, als die Wiener Staatsoper. Meine Aufmerksamkeit richtete sich aber nicht auf die vielgelobte Architektur, die prunkvollen Säle oder die aufwendigen Opernaufführungen. Mich begeisterte vielmehr das Unternehmen Staatsoper, die Probenräume, die Technikkammerl, der Schnürboden, die Kellerräume, die unzähligen Mitarbeiter, das perfekt organisierte Chaos. Faszinierend sind die vielen kleinen Details. (Beispiel: Da im Orchestergraben kein Platz für eine Orgel ist, versteckt sich die Mutter aller Instrumente zwischen Gerümpel, Requisiten und der hausinternen Probenbühne. Bei Opernaufführungen wird der Ton live in den großen Saal übertragen. Der Organist sieht den Dirigenten nur über einen kleinen Bildschirm.) Beeindruckend ist auch die Theatersprache. (Beispiel: „Burgseite“ = Rechts von der Bühne aus gesehen)

 

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Sonntag im Akademietheater

Sonntag, 6. November, 10 Uhr. Während die Stadt langsam erwacht, herrscht im Wiener Akademietheater bereits Hochbetrieb. Techniker stellen das Licht ein, Arbeiter bauen das Bühnenbild für die Vorstellung „Geschichten aus dem Wienerwald“  (Ödön von Horváth) auf. Reinigungskräfte bringen das Theater auf Hochglanz, der Portier frühstückt in seinem Kammerl. Nur wenige Stunden später werden Burgschauspieler wie Nicholas Ofczarek, Birgit Minichmayr oder Johann Adam Oest auf der Bühne stehen und das Publikum verzaubern. Bis es soweit ist, arbeiten viele fleißige Hände im Hintergrund. Die Logistik und Organisation, die hinter jeder einzelnen Vorstellung steckt, ist faszinierend. Genauso wie die vielen Facetten des Theaters abseits des Scheinwerferlichts: Staub, hunderte Meter Kabel, schwere Scheinwerfer, enge Kellergänge,  lautlose Aufzüge, hohe Gerüste, handgemachte Requisiten, versteckte Vorhänge, neueste Sicherheits- und Computertechnik. Was immer auch Theater ist – diese Werkzeuge gehören dazu.

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