Mit schwarzem Humor zum Sieg

Christoph Fritz hat mit seinem „sehr schwarzen Humor“ den Kabarettwettbewerb „Ennser Kleinkunstkartoffel“ gewonnen. Der niederösterreichische Nachwuchskabarettist ist erst 22 Jahre alt, was sich aber „laufend ändere, fast jährlich“. Er hat Europäische Wirtschaft und Unternehmensführung studiert, „was ein Euphemismus ist für: Ich habe keine echten Leidenschaften in meinem Leben und will einfach viel Geld verdienen.“ Viel zu berichten weiß er auch über seinen Heimatort „Kaffhausen am Wagram“. Die Leute dort sollen außerordentlich tolerant sein. „Solange du einigermaßen männlich, weiß, österreichisch, heterosexuell, nicht kleinwüchsig, nicht zu dick und nicht zu dünn, aber auch nicht dumm, nicht zu intelligent und auch kein Moslem, Atheist, Buddhist, Hinduist, Grüner oder Veganer bist… Und generell lässt es sich empfehlen, das Alkohol- und Cholesterinlevel konstant im lebensgefährlichen Bereich zu halten.“

christopf-fritz2

Christoph Fritz spielt den schüchternen, aber bitterbösesn Bubi

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Advertisements

BlöZingers Spiel mit dem Tod

Es ist die Geschichte von Franz, der im Altersheim auf seinen Tod wartet. Der besucht ihn immer wieder, nimmt ihn aber nicht mit. Er spielt lieber Karten und Schach mit dem 82-jährigen pensionierten Lehrer. So der Inhalt von BlöZingers neuem Stück „bis morgen“. Die beiden Kabarettisten Robert Blöchl und Roland Penzinger erzählen diese Geschichte mit lediglich drei Stühlen auf der Bühne. Und dennoch wird das Publikum in den Wilden Westen entführt, geht Fallschirmspringen oder erlebt ein Rollator-Rennen. Kopfkino vom Feinsten – mit perfektionierter Pantomime, pointenreichen Dialogen („Oben fit und unten dicht, mehr wünscht man sich im Alter nicht.“) und Keyboard-Musik, die mitunter an Josef Hader erinnert. Fazit: Ein fantasiereiches Erlebnis! Zu sehen etwa am 19. November in der Stadthalle Enns. Tickets gibt es in den Raiffeisenbanken.

bloezinger-bis-morgen

Roland Penzinger und Robert Blöchl

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

„Kopfwaschpulver“ in Bildern

Robert Blöchl und Roland Penzinger kämpfen, lieben, saufen, spielen, singen, fliegen – und das alles an einem Abend! Wer  BlöZingers neues Programm „Kopfwaschpulver“ noch nicht gesehen hat, sollte dieses Versäumnis dringend nachholen. Hier ein paar Eindrücke von einer höchst unterhaltsamen Vorstellung im Theater am Alsergrund:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERAkopf3 OLYMPUS DIGITAL CAMERA  OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

BlöZinger – Das Buch

Das Kabarettduo BlöZinger – bestehend aus Robert Blöchl und Roland Penzinger – feiert im Herbst 2014 sein zehnjähriges Bühnenjubiläum. Aus diesem Grund ist soeben ein Buch mit dem Titel „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler im Forest Verlag erschienen. Es  erzählt mit humorvollen Anekdoten von den ersten zehn Jahren der beiden CliniClowns und Kabarettisten. Dabei kommen auch Wegbegleiter wie Günther Lainer und viele mehr zu Wort. Fragen wie „War Roland wirklich Zirkusdirektor?“, „Musizierte Robert tatsächlich mit den Wiener Philharmonikern?“, „Was bitte ist die Österreichische Kabarettmatura?“ werden im Buch mehr oder weniger beantwortet.

Best of3

Mehr Infos zum Buch und eine Bestellmöglichkeit gibt es unter bloezinger.wordpress.com.

Einen Videotrailer zum Buch gibt es auf YouTube.

Große Bühne für BlöZinger

„Ein bisschen nervös waren wir schon“, sagten Robert Blöchl und Roland Penzinger (BlöZinger) nach ihrem ersten Auftritt im Wiener Stadtsaal. „Denn auf so einer großen Bühne kann man leicht untergehen.“ Aber natürlich ging alles gut. Das Publikum zeigte sich von ihrem neuen Programm „Erich“ begeistert. „Wir waren eh schon öfter hier im Stadtsaal – als Zuschauer“, scherzte Penzinger. Für das sympathische Kabarettduo gab es an diesem Tag noch einen Grund zum Feiern. „Seit heute werden wir von der Kabarettagentur E&A vertreten“, freute sich Blöchl. Zahlreiche Kabarettkollegen – wie „Wir sind Kaiser“-Vormärz Rudi Schöller oder auch Birgit Radeschnig gratulierten den neuen Stars der österreichischen Kabarettszene.

Premiere im Stadtsaal

Mit ihrem neuen Programm „Erich“ sind Blözinger auf Erfolgskurs. Am 13. Mai feierten sie vor begeistertem Publikum ihre Auftrittspremiere im Wiener Stadtsaal.

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.

BlöZinger über ihr neues Programm „ErIch“

Gestern Abend präsentierten Robert Blöchl und Roland Penzinger (BlöZinger) ihr neues Programm „ErIch“ im ausverkauften Kulturzentrum d’Zuckerfabrik. Dabei geht es um ein Familientreffen und Begräbnis der besonderen Art. Beide Kabarettisten schlüpften in zahlreiche Rollen und boten dem Publikum zwei Stunden lang beste Unterhaltung. BlöZinger gehören inzwischen zu den besten Kabarettisten des Landes. Kulturblogger.at traf sie zum Interview.

BlöZinger mit ihrem Programm "ErIch" im Kulturzentrum d'Zuckerfabrik.

BlöZinger mit ihrem Programm „ErIch“ im Kulturzentrum d’Zuckerfabrik.

Kulturblogger.at: Seid ihr die vergangenen Jahre lustiger geworden?

Roland Penzinger: Ich würde ja jetzt gerne etwas sagen, aber ich darf nicht. Bitte Robert.
Robert Blöchl: Natürlich sind wir lustiger geworden. Hoffen wir. Ich hab den Roland vor zwanzig Jahren nicht gekannt, aber ich bin mir ziemlich sicher, er war damals gar nicht lustig und jetzt ist es mittlerweile voll okay.
Penzinger: Siehst du, das hätte ich auch gesagt, nur anders.

Kulturblogger.at: Und woran liegt das?

Penzinger: Wie gesagt, ich darf nicht. Bitte Robert.
Blöchl: Ein Riesenvorteil ist, dass man im Alter nicht mehr alles ernst nimmt. Ich mein, wir sind zwar nicht so alt, also ich bin nicht so alt… (Zu Roland) Wie alt bist du?
Penzinger: Alt genug. Danke! Ich darf‘s nicht sagen. Ich darf ja keine Fragen beantworten.
Blöchl: Also im Alter nimmt man nicht mehr alles ganz so ernst und das hilft uns beiden schon. Speziell auf der Bühne.
Penzinger: Ich kann dich gern Ernst nennen wenn du willst. Also wenn dir Robert nicht mehr gefällt. Das ist ja ein alter Name. Ernst würde auch zu dir passen!
Blöchl: Du hast keinen Text!

Kulturblogger.at: Ihr wechselt ständig die Charaktere. Wie schafft ihr es, euch den Text zu merken und die Köpersprache dem Charakter entsprechend umzustellen?

Blöchl: Mir fällt das persönlich eher leicht. Mein Kollege kämpft schon ein bisschen damit, aber er wird besser. Er ist wie Wein. Er korkt irgendwann.
Penzinger: Na super, was er gesagt hat. Ich hätte genau das gleiche gesagt, nur komplett anders. Ich glaube ja, es hilft schon, wenn man ein bisschen schizophren ist. Also wenn man eine multiple Persönlichkeit hat, dann hilft das schon sehr. Stimmt doch, Robert?
Blöchl: Und was auch hilft ist, dass wir durch die Clown-Arbeit schon lange Pantomime machen. Das hilft uns bei der Körpersprache entscheidend.

Kulturblogger.at: Übt ihr das vor dem Spiegel?

Penzinger: Nein, soll man auch nicht machen. Weil es immer nur zweidimensional ist. Also ich glaube nicht, dass das hilft.
Blöchl: Das Einzige, was ich vor dem Spiegel regelmäßig übe, ist Zähneputzen. Und das haut mittlerweile halbwegs hin.

Kulturblogger.at: Wie lange arbeitet ihr an so einem Programm?

Penzinger: Darf ich was sagen?
Blöchl: Ja.
Penzinger: Okay. Also ich sag immer so: Es ist wie eine Schwangerschaft. Also ungefähr neun Monate.
Blöchl: Von der Ideenfindung, bis zum Schreiben, bis zum Proben, bis zum Intensivproben vergehen zirka neun Monate.

Kulturblogger.at: Wie ist für euch der Tag der Entbindung?

Penzinger: Also wir verlieren das Fruchtwasser, lullen uns an, uns ist schlecht…
Blöchl: Der Vergleich hinkt gar nicht so, weil vor jeder Premiere denkt man sich: „Das tun wir uns nie wieder an. Nie wieder!“ Und da es doch auch Familien mit mehreren Kindern gibt… die Frage stellen sich wahrscheinlich viele Menschen auch…nie wieder ein zweites Kind…und irgendwie vergisst man es dann wieder, wenn man das Kind mag zumindest. Man vergisst den ganzen Stress und das nervös sein, das martern vor und hinter dem Vorhang – und irgendwann macht man dann doch ein neues Programm.

Kulturblogger.at: Es läuft schon ziemlich gut für euch. Ihr seid jetzt auch im Fernsehen zu sehen. Wo seht ihr eure Zukunft?

Blöchl: Also seine sehe ich bei Aktenzeichen.
Penzinger: Seine bei „Wer will mich?“
Robert: Das Ziel kann eh nur sein: Viel spielen und durch das neue Programm ein bisschen bekannter werden. Das Programm hat super gestartet und läuft sehr, sehr gut. Und wo es uns hinbringt – darauf lassen wir uns überraschen!

Kulturblogger.at: Warum macht ihr überhaupt Kabarett?

Penzinger: Weil wir sonst nichts können.
Blöchl: ich könnte natürlich total viele andere Sachen auch machen.
Penzinger: Jaaa. Du kannst ja nicht einmal Zähneputzen.
Blöchl: Da ist viel Mitleid von meiner Seite dabei…Generell macht es uns einfach Spaß!

Kulturblogger.at: Danke für das Interview!

———-

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch. 

Fii gewinnt Kleinkunstkartoffel

Die Kabarettisten Blitzgneisser, Michael Krappel, Guggi Hofbauer, Markus Kirchler, Urs-Sepp Troxler und Berti Fuchs ritterten bei der Kleinkunstkartoffel 2012 um die beliebte Trophäe. Schlussendlich wählte das Publikum Michael Krappel (Fii) zum Sieger. Krappel nahm in seinem Programm sämtliche Musikrichtungen gekonnt auf die Schaufel. „Ich bin sprachlos“, so Krappel, der künftig nicht nur als Beatboxer, sondern auch als Kabarettist durchs Land ziehen wird. Zu den Höhepunkten des Abends zählten die Moderatoren Blözinger und Clemens Maria Schreiner, der außer Konkurrenz Auszüge aus seinem aktuellen Programm zum Besten gab. Schreiner erzählte vom Bergsteigen im Burgenland und lieferte den rund 250 Zuschauerinnen und Zuschauern ein Lachmuskeltraining.

Foto: Roland Penzinger, Michael Krappel, Robert Blöchl, Clemens Maria Schreiner.

Kleinkunstkartoffel 2013: Ab sofort können sich Kabarettisten für die nächste Kleinkunstkartoffel im Februar 2013 bewerben. (Mit Video + Kontaktdaten an: Pa-Events, EIbenstraße 10, 4470 Enns)

Buchtipp: “Pater Martin” –  Lustige und spannende Kurzgeschichten
über die Abenteuer eines Franziskaners. Infos und Blick ins Buch.