Pater Martin mit Orgel-Soundtrack

Eine Weltpremiere der besonderen Art gibt es am Samstag (25.11) in der Kirche Enns-St.Marien: Der beliebte Franziskanermönch Pater Martin Bichler erzählt um 17 Uhr humorvolle Abenteuer aus seinem Leben – etwa wie er mit einem Rucksack voller Waffen in Assisi von Soldaten aufgehalten wird. Live dazu wird Marco Paolacci, Stiftskapellmeister von Zwettl, an der Orgel improvisieren. Ein einzigartiges und kurzweiliges Spektakel bei freiem Eintritt!

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Als Organist bereist Marco Paolacci, geboren 1985 in Bozen, viele Länder Europas und tritt an bedeutenden historischen Orgeln als Solist auf.

Buchtipp für Weihnachten: Pater Martin 3 – Der lachende Franziskaner von Florian Kobler (Freya Verlag). Seit 20. November überall im Handel.

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Luke Skywalker und die Missen

„Mach sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen wäre“, soll Filmregisseur Robert Bresson gesagt haben. Diesen Spruch hat sich Manfred Baumann zu Herzen genommen. Baumann, der sich in Wien vor allem als Society- und Missen-Fotograf einen Namen gemacht hat, brachte kürzlich einen Bildband im Novum Verlag heraus, eine Art Werkschau von 1991 bis 2006. Darin erzählt er, dass sein Nachhilfelehrer während seiner Schulzeit Fotograf war. Dessen Wohnung glich einer Dunkelkammer, in der viele Schwarz-Weiß-Fotografien von schönen Frauen herumlagen. Von da an wusste Baumann, dass er Fotograf werden wollte. Mit seinem ersten selbstverdienten Geld als Kaufmannslehrling bei Julius Meinl kaufte er sich eine neue Kamera. „Mit zunehmendem Alter stieg das Interesse an Frauen und Erotik. In den ersten Jahren der Modelfotografie beeinflusste mitunter auch mein Testosteronspiegel die Bildsprache.“

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Ein Fotograf mit Geheimnis

Inzwischen sind viele Jahre vergangen. Baumann reiste um die halbe Welt, fotografierte Landschaften, Obdachlose, Gefängnisinsassen – und porträtierte Stars wie Bruce Willis, Jack Black, John Malkovich und Mark Hamill alias Luke Skywalker. Sein rund 280 Seiten starker Bildband „my world of photography“ zeigt eine Auswahl davon aus 25 Jahren. Was Baumann nicht verrät, ist, wie er es schafft, an die vielen Stars heranzukommen. Doch was wäre ein Starfotograf ohne Geheimnisse?

Der besprochene Bildband wurde vom Verlag zur Verfügung gestellt.

Italien in kleinen Portionen

Was im Internet bei Unterhaltung funktioniert, klappt wohl genauso bei Büchern: Inhalte in Portionen aufgeteilt. Nummerierte Listen statt Fließtexte. Deshalb heißt Markus Eberts Anekdotenbüchlein vielleicht auch „Wie man Italiener wird in 30 Lektionen.“ Das Buch hat 95 Seiten – auf Deutsch, und wenn man es umdreht und von hinten liest, dann noch einmal 95 Seiten auf Italienisch. Der Inhalt ist angeblich derselbe. Eberts schreibt locker-flüssig und amüsant. Die Kapitel lassen sich wunderbar häppchenweise nebenbei konsumieren. Gezeichnete Pizzen, Fahrräder, Fußbälle usw. lockern den Text zusätzlich auf.  Perfekte Vorurlaubs- oder Zuglektüre.

Wichtige Vokabel für die Autofahrer

Der (deutsche) Leser wird immer wieder direkt angesprochen und vor italienischen Besonderheiten gewarnt. Er lernt wichtige Wörter wie scemo (Dummkopf), cretino (Vollidiot), stupido (Dussel), imbecille (Trottel) oder figlio di puttana (…). Generell bestätigt Ebert sämtliche Italien-Vorurteile mit Augenzwinkern. Problem-Verdrängung, Entschleunigung, Genuss, Familie, Stolz, Sonne, Strand und Meer – alles so, wie man es sich vorstellt, nur extremer. Fazit: Das Büchlein weckt Sehnsüchte und den Wunsch, sich ein bisschen etwas von den Italienern und ihrer mediterranen Lebenseinstellung abzuschauen. Ob die Lektionen dabei helfen, sei dahingestellt. Die Lust auf einen sofortigen Italien-Urlaub steigt auf jeden Fall. Und dort wird man wie von selbst zum Italiener –  wenn auch nur auf Zeit.

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Markus Ebert: Wie man Italiener wird in 30 Lektionen, Droemer-Knaur, 9.99 Euro

Buchtipp: „Pater Martin 2“ von Florian Kobler – rund 80 neue Anekdoten und Abenteuer des beliebten Franziskanermönchs. Mit humorvollen Comics von Georg Atteneder.

Papierkunst aus alten Büchern

Von seiner kreativen Seite zeigt sich die öffentliche Bibliothek Enns bei ihrer Schaufensterdekoration. Für das Lesen und Ausborgen wird mit Bücherskulpturen geworben, die äußerst dekorativ aussehen. Mehr Buchskulpturen gibt es übrigens hier, ein Video über Book Art gibt es hier, Anleitungen zum Selbermachen zum Beispiel hier und bereits gefaltete Bücher zum Kaufen gibt es unter anderem hier.

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Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

BlöZinger – Das Buch

Das Kabarettduo BlöZinger – bestehend aus Robert Blöchl und Roland Penzinger – feiert im Herbst 2014 sein zehnjähriges Bühnenjubiläum. Aus diesem Grund ist soeben ein Buch mit dem Titel „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler im Forest Verlag erschienen. Es  erzählt mit humorvollen Anekdoten von den ersten zehn Jahren der beiden CliniClowns und Kabarettisten. Dabei kommen auch Wegbegleiter wie Günther Lainer und viele mehr zu Wort. Fragen wie „War Roland wirklich Zirkusdirektor?“, „Musizierte Robert tatsächlich mit den Wiener Philharmonikern?“, „Was bitte ist die Österreichische Kabarettmatura?“ werden im Buch mehr oder weniger beantwortet.

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Mehr Infos zum Buch und eine Bestellmöglichkeit gibt es unter bloezinger.wordpress.com.

Einen Videotrailer zum Buch gibt es auf YouTube.

Wer hat die Macht im Internet?

„Falter“-Journalistin Ingrid Brodnig stellte heute ihr Buch „Der unsichtbare Mensch“  vor. Sie geht darin der Frage nach, wie anonym der Mensch im Internet tatsächlich ist und welche Auswirkungen das auf sein Verhalten hat. Dabei zeigt sie auf, welche Methoden, Werkzeuge und Regeln bereits jetzt eingesetzt werden, um zunehmend konstruktive Diskurse ohne Hass-Postings in Onlineforen führen zu können. Außerdem erklärt Brodnig, wie es Facebook und Co gelingt, mehr Emotionen in die zumeist geschriebene Internetkommunikation hineinzupacken. Fazit: „Der unsichtbare Mensch“ wirkt wie eine Fachlektüre für Medienwissenschaftler. Doch eigentlich geht es im Buch um die Frage nach dem Machtverhältnis zwischen Individuum, Gesellschaft und Staat im Internet.

Moderator Josef Barth und Autorin Ingrid Brodnig

Moderator Josef Barth und Autorin Ingrid Brodnig bei der Buchpräsentation im Thalia-Landstraße

Leben eines Grenzgängers

Professor Paul Lendvai ist eine humorvolle sowie höchst intelligente Persönlichkeit, der man gerne zuhört. Kein Wunder also, dass heute ungewöhnlich viel Publikum zur Präsentation seines Buches „Leben eines Grenzgängers“ (Kremayr & Scheriau) in eine Wiener Buchhandlung gekommen ist. Lendvai, der als Osteuropa-Experte, ORF-Korrespondent und Publizist bekannt geworden ist, blickt in diesem Werk auf sein Leben zwischen Ost und West zurück.

Paul Lendvai präsentiert "Leben eines Grenzgängers".

Publizist Paul Lendvai präsentiert im Thalia W3 sein neues Buch „Leben eines Grenzgängers“.

Er erzählt Anekdoten – beispielsweise über Bruno Kreisky oder das Bilderberg-Treffen – sowie Erinnerungen über seine Flucht nach Wien und seine Arbeit als Journalist. Das Buch ist kein Roman, sondern gibt ein Gespräch mit der ungarischen Journalistin Zsófia Mihancsik wieder. Fazit: Wenn das Buch selbst so interessant ist, wie es die Präsentation war, dann kann man es ohne Weiteres empfehlen.

Buchtipp: Pater Martin: Helfen. Lachen. Freude machen – Lustige und spannende Kurzgeschichten über die Abenteuer eines Franziskaners.