Raffael: Wie eine Reise nach Italien

„Schauen Sie sich den Bruegel an, der läuft nur noch bis Dezember. Der Raffael geht bis Jänner – und da schieben sich die Leute nur so durch.“ Den Tipp dürfte der ältere Herr am Eingang der Albertina mehreren Museumsbesuchern gegeben haben. Denn es war gerade umgekehrt. Die Raffael-Schau war zwar sehr gut besucht, trotzdem war genug Platz, um sich die 130 Zeichnungen und 18 Gemälde in Ruhe ansehen zu können.

Alle Wege führen nach Florenz und Rom

Die „drittteuerste Ausstellung“ in der Geschichte der Albertina erzählt vom künstlerischen Werdegang des  italienischen Malers, der zwischen 1483 und 1520 lebte und dessen Vorname zum Künstlername wurde.  Es ist faszinierend, was Raffael in seinen 37 Jahren Lebenszeit für die Kunstwelt geschaffen hat: von seinen Madonna-Bildern in Florenz bis zu den weltberühmten Fresken für Päpste und Bankiers in Rom. Ein Muss für Kunstinteressierte! Achja, den Bruegel haben wir uns auch noch gegeben:  ein beeindruckender Wimmelbildzeichner aus dem 16. Jahrhundert!

Rastende Soldaten

Rastende Soldaten (Pieter Bruegel)

Buchtipp für Weihnachten: Pater Martin 3 – Der lachende Franziskaner von Florian Kobler (Freya Verlag). Ab 20. November überall im Handel.

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Supermodels hautnah vor Augen

Cindy Crawford, Naomi Campbell, Linda Evangelista, Kate Moss: Es gibt einen deutschen Modefotografen, der diese Models – und noch viele mehr –  leicht- oder unbekleidet vor die Linse bekommt. Der Glückliche heißt  Peter Lindbergh und arbeitet seit Jahrzehnten unter anderem für die Vogue. Zu seinem Schaffen gehört auch der Pirelli Calendar 2017, für den Stars wie Penelope Cruz, Uma Turman oder auch Nicole Kidman posierten. Die Kunsthalle München zeigt in der Ausstellung „From Fashion to Reality“ aktuell einen Überblick über Lindberghs Schaffen. Fazit: So nahe kommt man den Stars selten. Lindbergh konzentriert sich auf die Menschen am Foto, zeigt Porträts in Schwarz-Weiß – voll Schönheit und Charakter. Kurzweilig, unterhaltsam, sehenswert!

Peter Lindbergh1

V.l.n.r.: Estelle Lefebure, Karen Alexander, Rachel Williams, Linda Evangelista, Tatjana Patitz, Christy Turlington (Santa Monica, Kalifornien, 1998)

Peter Lindbergh2

Schönheiten in Schwarz-Weiß – etwa Angelina Jolie, Brad Pitt…

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Pixelkunst in der Albertina

„Was damals der Punkt war, ist heute der Pixel“ – und damit ist schon das Wichtigste über die neue Herbstaustellung #SeuratSignacVanGogh in der Albertina gesagt. Gezeigt wird farbenfroher Pointillismus, also Kunst, die aus vielen kleinen Punkten besteht. Damit sich das möglichst viele Menschen aus nächster Nähe ansehen, hat das Bundesmuseum zur ersten Social Conference geladen. Yeah! Mit dabei waren zahlreiche „hippe“ Instagramer und Twitteranten – und natürlich kulturblogger.at! Top:  Für ein bisschen Show und Glamour sorgte ein Bodypainting-Model, das die Kunst hautnah zeigte ;-).

Buchtipp: „Pater Martin 2“ von Florian Kobler – rund 80 neue Anekdoten und Abenteuer des beliebten Franziskanermönchs. Mit humorvollen Comics von Georg Atteneder

Schnurwolke über Künstlergasse

Wer an eine Straße denkt, stellt sich für gewöhnlich eine zweidimensionale Fläche vor. Um auch den meist unerreichbaren Raum über der Straße in den Fokus der Aufmerksamkeit zu richten, haben die TU-Wien-Studierenden Michael Leiner, Sarah Leuchtenmüller, Vanessa-Maria Müller und Bianca Zulus das Projekt „Über“ gestartet. Für die Vienna Biennale 2015 hängten sie nach wochenlanger Vorbereitung eine Art Wolke – bestehend aus rund sieben Kilometer Schnur – einige Meter über dem Asphalt in der Künstlergasse im 15. Bezirk auf. Durch diesen Blickfang soll unser Bild der Straße erweitert werden.  Ein Modell der Kunstinstallation ist derzeit auch im MAK zu sehen.

Am Samstag wurde die Installaton mit einem Picknick und Fest eröffnet

Am Samstag wurde die Installation mit einem Picknick und Fest eröffnet

Projekt Projekt Projekt

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Ballett-Weltstars sorgen für Wow-Effekt

Ballett – klingt fad, alt und nach Tutu. Doch hin und wieder sollte man das Risiko eingehen und sich eine Tanzvorstellung ansehen. Zum Beispiel in der Wiener Staatsoper. (Die hat angeblich einen ganz guten Ruf…) Gestern Abend standen Choreografien von Hans van Manen, Alexander Ekman und Jiří Kylián am Programm. Also drei Stücke von völlig unbekannten Leuten – mit zwei Pausen. Das hält man aus! Mehr noch. Das war großartig!

Hans van Manen, Alexander Ekman, Jiří Kylián

Beim ersten Stück: „Adagio Hammerklavier“ wird harmonische Musik mit schönen Tanzfiguren verbunden. Beim zweiten Stück kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus: Stomp-Rhythmus-Einlagen, Pantomime, Humor, Theater, Clownerie und ein Streichquartett auf der Bühne. Ein Wahnsinn! Beim dritten Stück gibts dann noch offenes Feuer und oberkörperfreie Balletttänzerinnen. Also für jeden was dabei! Fazit: Wer nicht hin und wieder in die Staatsoper geht, der überlässt den Touristen das Beste an Wien.

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Die Schlange auf der Stiege

Kunst verbindet! Zumindest im Fall der gelb-schwarzen Schlange neben der Himmelpfortstiege in Wien-Alsergrund. Die Zeichnung bringt etwas Farbe in diese graue Gegend. Der Standort passt gut. Denn auch die Himmelpfortstiege hat etwas Verbindendes: Sie führt die Nußdorfer Straße mit der Liechtensteinstraße zusammen.

Graffiti Vienna

Kunst und Stiegen verbinden 🙂

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

Große und kleine rosa Hasen

Mit einem rosa Hasen, genauer gesagt mit einem Dürer-Feldhasen, feierte die Wiener Albertina im Vorjahr die Osterzeit. Die riesige Plastikskulptur des Künstlers Ottmar Hörl wurde damals mit einem Kran auf das Flügeldach des Museums gehoben. Inzwischen soll das auffällige Ding versteigert worden sein. Der Startpreis lag bei 5.000 Euro. Auf Ebay kann man übrigens dasselbe Modell in der Mini-Version kaufen. Startpreis 54 Euro.

Rosa Hase bei der Albertina

Der drei Meter lange und 1,5 Meter hohe Plastikhase am Dach der Wiener Albertina

Update: Laut Albertina wurden insgesamt drei Hasen versteigert. Käufer und Preis werden natürlich nicht veröffentlicht. Kulturblogger.at dürfte zwei gefunden haben:

Rabbit, Opera, Vienna

Der rosa Hase beim Dinner Club neben der Staatsoper

Würstelstand Bitzinger neben der Oper

Ein grüner Hase am Dach des Würstelstands Bitzinger neben der Albertina

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.