„Fool of Love“ im Burgtheater

„Schüttle den Speer“ bedeutet „Shakesspear“, wurde den Besuchern der Vorstellung „Fool of Love“ im Burgtheater erklärt. Aufgeführt wurden Sonette und Gedichte des legendären Dichters, teils auf Englisch, teils auf Deutsch, teils ohne Zusammenhang. Für die Musik der Sonette zeigte sich Karsten Riedel mit der Band Franui verantwortlich. Der deutsche Punkmusiker sang, im Gegensatz zu Dörte Lyssewski, richtig und ausdrucksvoll. Nicht versteckten brauchten sich Sunnyi Melles, Tilo Nest und Johannes Krisch für ihre Gesangsleistungen. Der eigentliche Star des Abends war kein Mensch, sondern eine greisenhafte Klappmaulpuppe, die vom Puppenspieler Nikolaus Habjan sowie von den Stimmen von Nicholas Ofczarek und Tilo Nest (Ein Wahnsinn!!) mit viel Humor und Können zum Leben erweckt wurde.

Beste Stelle des Abend: Die Puppe verkörperte einen alten Mann, den Herrn Sedlaczek, der während einer Führung durch das Burgtheater auf der Bühne zusammenbrach und starb. „Gehe zum Licht“, sagte ihm eine Stimme, doch das Theater hatte so viele Lichter über der Bühne hängen, sodass er nicht wusste, welches Licht gemeint war. Der Geist des toten Herrn Sedlaczek entschied daraufhin, noch ein bisschen auf der Bühne zu bleiben….

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Die Technik hinter dem Zauber

Vorträge der Bühnentechnik-Firma Gerriets sind spannend: Man sieht weltberühmte Theater mit ihren überdimensionalen Bühnenvorhängen, sieht Fotos von großen Galas und Firmenfeiern mit beindruckenden Videoprojektionen oder TV-Studios mit LED-Effekten.  Die Theater-Technik von Gerriets steckt in den österreichischen Bundestheatern oder auch in Großevents wie dem Opernball. Ein Blick hinter die Kulissen der Firma ist jedoch ernüchternd. Die Unternehmenshallen in Wien erinnern an eine Autowerkstatt, die Arbeit wirkt langweilig und eintönig. Es wird genäht, geschnitten und gerechnet. Was lernt man daraus? Vielleicht, dass hinter jeder Show eine Menge Arbeit und Technik steckt, die zumindest Veranstalter, Produzenten und Künstler verstehen müssen.

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Eröffnung des Tricky-Women-Festivals

Großes Frauenkino bei der Eröffnung des internationalen Animation Filmfestival Tricky Women. Das Gartenbaukino platzte aus allen Nähten, was nicht zuletzt daran lag, dass die meisten Kinotickets verlost und die Gäste mit Gratis-Sekt und Party gelockt wurden. Der Tiefpunkt der Veranstaltung war der einstündige Redemarathon zur Eröffnung. Immerhin waren mit der Oscar-nominierten Soundtrack-Produzentin Judith Gruber-Stitzer und „DreamWork“-Talentescout Shelly Page interessante Gäste dabei. Der Höhepunkt des Abends waren ohne Zweifel die gezeigten Festivalfilme. Es wurde gelacht, berührt, irritiert und verzaubert.

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Santos-Bar in der Lugner City

Wer nach der Arbeit gemütlich einen Cocktail trinken möchte, dem kann die Santos-Bar in der Lugner City empfohlen werden. Hier gibt es immer einen Drink im Tagesangebot und eine Happy Hour zwischen 16 und 20 Uhr (Cocktails um 5,5 Euro!). Die Kellner sind professionell und freundlich, die Musik macht gute Laune, die Preise sind in Ordnung. Besonders hervorzuheben ist die Einrichtung und Dekoration des Lokals. Die chilirote Grundstimmung, Kerzengläser aus alten Desperadosflaschen, mexikanische Wandmalerein und bequeme Ledersessel sorgen für ein langes Verweilen. Ein Blickfang ist die Bar mit ihren vielen Likören und Spirituosen. Durch einen Spiegel kann man sowohl bei der Zubereitung der Cocktails zusehen oder sich auch von der Sauberkeit der Arbeitsflächen überzeugen. Es gibt einen eigenen Raucherbereich, der aufgrund einer Glaswand nicht weg vom Schuss ist. Einziges Manko: Wie viele Lokale in der Lugner City hat auch die Santos-Cocktailbar kein eigenes WC. Um die nächstbeste Toilette zu erreichen, muss die Bar verlassen und sogar das Stockwerk gewechselt werden. Fazit: Super Cocktailbar mit einem angenehmen Ambiente, bei der man auch gut und scharf speisen kann. Empfehlenswert sind Ribs, Nachos und Steaks.

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curry up! in der Gußhausstraße

Wer keine Lust auf kauen hat, der ist im curry up! in der Gußhaustraße 19 in Wien Wieden gut aufgehoben. Hier gibt es indisches und srilankisches Essen – und das richtig schnell. Sowohl das Bestellsystem als auch die Einrichtung erinnern an MC Donalds, das Essen wird portionsweise an der Theke bestellt, Getränke gibt es in der Plastikflasche oder im Plastikbecher. Das Essen ist jedoch frisch, meistens scharf und wird durch zahlreiche (ebenfalls scharfe) Soßen aufgepeppt. WC ist sauber, Musik ist indisch, Preise sind günstig, Bedienung ist freundlich. Fazit: Wer schnell und gut östlich Essen will, wird im rauchfreien curry up! sicher nicht enttäuscht. (Auch Hausbestellungen sind über Telefon oder Onlineshop möglich!)

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Mnozil Brass parodieren James Bond

Anlässlich des 800-Jahre-Jubiläums der Stadt Enns veranstaltete der Kulturverein Pa-Events ein Konzert mit der Blechblasvirtuosengruppe „Mnozil Brass“ in der Stadthalle. Das Konzert war mit rund 900 Gästen ausverkauft. Während ihrer Show, die dem James Bond Bösewicht „Blofeld“ gewidmet war, zerlegten Mnozil Brass Notenständer, zündelten auf der Bühne herum, schwammen synchron zum Donauwalzer, hypnotisierten sich gegenseitig und spielten zahlreiche Filmmusik-Klassiker. Die Höhepunkte waren, als Tubist Wilfried Brandstötter „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“ in sämtlichen Variationen spielte oder als Posaunist Leonhard Paul die singende Säge oder seine Melodica auspackte.

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Fii gewinnt Kleinkunstkartoffel

Die Kabarettisten Blitzgneisser, Michael Krappel, Guggi Hofbauer, Markus Kirchler, Urs-Sepp Troxler und Berti Fuchs ritterten bei der Kleinkunstkartoffel 2012 um die beliebte Trophäe. Schlussendlich wählte das Publikum Michael Krappel (Fii) zum Sieger. Krappel nahm in seinem Programm sämtliche Musikrichtungen gekonnt auf die Schaufel. „Ich bin sprachlos“, so Krappel, der künftig nicht nur als Beatboxer, sondern auch als Kabarettist durchs Land ziehen wird. Zu den Höhepunkten des Abends zählten die Moderatoren Blözinger und Clemens Maria Schreiner, der außer Konkurrenz Auszüge aus seinem aktuellen Programm zum Besten gab. Schreiner erzählte vom Bergsteigen im Burgenland und lieferte den rund 250 Zuschauerinnen und Zuschauern ein Lachmuskeltraining.

Foto: Roland Penzinger, Michael Krappel, Robert Blöchl, Clemens Maria Schreiner.

Kleinkunstkartoffel 2013: Ab sofort können sich Kabarettisten für die nächste Kleinkunstkartoffel im Februar 2013 bewerben. (Mit Video + Kontaktdaten an: Pa-Events, EIbenstraße 10, 4470 Enns)

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