Staatsoper feiert bereits Weihnachten

In sechs Wochen ist Weihnachten. Darauf machte heute das Ensemble „Phil Blech“ in der Wiener Staatsoper aufmerksam. Im Gustav Mahler-Saal gaben die Musiker, die zu einem großen Teil den Wiener Philharmonikern angehören, eine Kostprobe ihrer neuen CD „Weihnachten“. Zu hören waren auch die Wiener Sängerknaben, die neben dem Chorus Viennensis und dem Tenor Piotr Beczala bei der CD mitgewirkt haben. Fazit: Wien präsentiert sich mit dieser qualitativ hochwertigen Aufnahme einmal mehr als Musik- und Weihnachtsstadt. Hörempfehlung – besonders für Brassfans!

Phil Blech widmeten ihre zweite CD dem Wiener Advent.

Phil Blech widmeten ihre zweite CD dem Wiener Advent.

Dominique Meyer bei der CD-Präsentation

Staatsoperndirektor Dominique Meyer bei der CD-Präsentation

Phil-Blech-Leiter Anton Mittermayr und die Wiener Sängerknaben

Phil-Blech-Leiter Anton Mittermayr und die Wiener Sängerknaben

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Ballett-Weltstars sorgen für Wow-Effekt

Ballett – klingt fad, alt und nach Tutu. Doch hin und wieder sollte man das Risiko eingehen und sich eine Tanzvorstellung ansehen. Zum Beispiel in der Wiener Staatsoper. (Die hat angeblich einen ganz guten Ruf…) Gestern Abend standen Choreografien von Hans van Manen, Alexander Ekman und Jiří Kylián am Programm. Also drei Stücke von völlig unbekannten Leuten – mit zwei Pausen. Das hält man aus! Mehr noch. Das war großartig!

Hans van Manen, Alexander Ekman, Jiří Kylián

Beim ersten Stück: „Adagio Hammerklavier“ wird harmonische Musik mit schönen Tanzfiguren verbunden. Beim zweiten Stück kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus: Stomp-Rhythmus-Einlagen, Pantomime, Humor, Theater, Clownerie und ein Streichquartett auf der Bühne. Ein Wahnsinn! Beim dritten Stück gibts dann noch offenes Feuer und oberkörperfreie Balletttänzerinnen. Also für jeden was dabei! Fazit: Wer nicht hin und wieder in die Staatsoper geht, der überlässt den Touristen das Beste an Wien.

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Silvester in der Wiener Hofburg

„Alles Walzer“ und „Prosit Neujahr“ hieß es beim Silvesterball in der Wiener Hofburg. Hier traf sich alles, was ohne mit der Wimper zu zucken über 450 Euro für ein Abendessen und eine Eintrittskarte locker macht. Dazu kommt natürlich noch Kleingeld für Friseur, Kleidung, Taxi, Getränke, Garderobe und Erinnerungsfotos. Dafür erlebt man aber auch etwas: Schöne Menschen mit schönen Abendkleidern, Touristen, die jeden Kristallluster einzeln abfotografieren, Live-Orchester, Opernsänger, DJs, Bands, Balletttänzer, Uniformierte, Promis und Elmayers lächelnde Eintanzpärchen. Und man hat natürlich freie Sicht auf das Feuerwerk über dem Rathaus um Mitternacht. Fazit: Kurzweiliges Wiener Lebenstheater mit hohem Schauwert! Elitär, aber unterhaltsam!

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Bienen am Dach der Staatsoper

Wer die Möglichkeit hat, eine Runde am Dach der Wiener Staatsoper zu spazieren, der sollte diese Gelegenheit unbedingt nützen. Man erhält einen wunderschönen Blick auf die Innenstadt, auf die Albertina und den Stephansdom.

Angst vor Bienen sollte man allerdings nicht haben. Denn am Dach bewirtschaftet die Oper einen Bienenstock mit rund 60.000 summenden Bewohnern. Rund 30 Kilogramm Honig werden pro Jahr geerntet und bei einer Gala versteigert. Wer den Bienen bei ihrer Arbeit zusehen will, kann dies über eine Livecam machen.

Ebenfalls attraktiv ist die 360 Grad-Panoramatour am Dach, die man auf der Homepage der Staatsoper virtuell erleben kann. Solche Spielereien machen die Oper sympathisch.

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Das Büro des Staatsopern-Chefs

Wie sieht eigentlich das Büro des Direktors der Wiener Staatsoper aus? Kurz zusammengefasst lautet die Antwort: Ein helles Zimmer voller CDs, Bücher und persönlicher Erinnerungen. Der Ausblick aus dem Fenster auf den Ring ist herrlich, die Arbeitsathmosphäre angenehm ruhig. Da Dominique Meyer mit seinen Kollegen und Geschäftpartnern auf gleicher Ebene verhandeln wollte, orderte er zu Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2010 einen runden Tisch für sein Büro. Einen richtigen Schreibtisch gibt es im Büro des Direktors nicht. Hier zwei exklusive Bilder:

Runder Tisch statt Chef-Schreibtisch: Meyer möchte mit Mitarbeitern auf gleicher Ebene diskutieren.

Runder Tisch statt Chef-Schreibtisch: Meyer möchte auf gleicher Ebene diskutieren.

Hunderte CDs und Bücher von aktuellen Künstlern schmücken das Regal.

Hunderte CDs und Bücher von aktuellen Künstlern schmücken das Regal.

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Ballett-Juwelen in der Staatsoper

Heute Abend präsentierte Manuel Legris, der Ballettdirektor der Wiener Staatsoper, die modifizierte Neuauflage des Programms „Juwelen der Neuen Welt“. Thematisch war der Abend jenen amerikanischen Choreographen gewidmet, die im 20. Jahrhundert in Europa ihr Können unter Beweis stellten. Musikalisch stand „Rubies“ von Igor Strawinski, die „Bach Suite III“, „Variationen zu einem Thema von Haydn“ von Johannes Brahms sowie „The Vertiginous Thrill of Exactitude“ von Franz Schubert am Programm.

Die Choreografien von George Balanchine, Twyla Tharp, John Neumeier und William Forsythe waren tatsächlich abwechslungsreich und manchmal sogar humorvoll-komisch. Beindruckend und spannend waren besonders die Zeitlupentänze zu Johann Sebastian Bachs „Air“. Über die Kostüme kann man diskutieren, Männer in Röcke sind nicht jedermanns Sache. Ein Bühnenbild war praktisch nicht vorhanden, dadurch konnte man sich jedoch auf das Wesentliche konzentrieren: Musik und Tanz auf höchstem Niveau. Langer Applaus für das Orchester, Dirigent Simon Hewett und Pianistin Laurene Lisovich.

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Backstage in der Staatsoper

Es gibt in Wien kein Gebäude, das mich bisher mehr fasziniert hat, als die Wiener Staatsoper. Meine Aufmerksamkeit richtete sich aber nicht auf die vielgelobte Architektur, die prunkvollen Säle oder die aufwendigen Opernaufführungen. Mich begeisterte vielmehr das Unternehmen Staatsoper, die Probenräume, die Technikkammerl, der Schnürboden, die Kellerräume, die unzähligen Mitarbeiter, das perfekt organisierte Chaos. Faszinierend sind die vielen kleinen Details. (Beispiel: Da im Orchestergraben kein Platz für eine Orgel ist, versteckt sich die Mutter aller Instrumente zwischen Gerümpel, Requisiten und der hausinternen Probenbühne. Bei Opernaufführungen wird der Ton live in den großen Saal übertragen. Der Organist sieht den Dirigenten nur über einen kleinen Bildschirm.) Beeindruckend ist auch die Theatersprache. (Beispiel: „Burgseite“ = Rechts von der Bühne aus gesehen)

 

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