Elfman: Der ausgezeichnete Märchenerzähler

Jeder kennt Danny Elfman – zumindest seine Musik. Er komponierte unter anderem die legendäre The Simpsons-Titelmelodie. Eigentlich nur zum Spaß. Er hätte nie gedacht, dass die Melodie einmal öffentlich zu hören sein würde. Das erzählte Elfman eben im Konzerthaus. Der Filmkomponist ist Stargast der heurigen Hollywood in Vienna-Gala und wird mit dem Max-Steiner-Award ausgezeichnet. Zum Dank interpretiert er seinen Hit What’s this? aus dem Tim-Burton-Film „A Nightmare Before Christmas“. Zuvor stellt das ORF-Radiosymphonieorchester sein Schaffenswerk vor – mit Musik aus Batman, Men in Black, Alice im Wunderland und Edward mit den Scherenhänden.

Danny Elfman

Danny Elfman erzählt Märchen über Musik

Wenn Wien zum La La Land wird

Die Filmmusikgala „Hollywood in Vienna“ feiert ihr zehnjähriges Jubiläum – mit topaktueller Musik aus La La Land, Beauty and the Biest und Life of Pi, aber auch aus Disney-Klassikern wie Mulan und König der Löwen. Ein Traum für Filmmusikfans! Elfman sagt dazu sinngemäß: „Wien ist die Hauptstadt der klassischen Musik und Hollywood das Zentrum der Filmmusik. An diesem Abend ist beides auf wunderbare Art und Weise miteinander verbunden.“ Hoffentlich macht das „Hollywood in Vienna“ noch viele Jahrzehnte lang.

CDs Elfman

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.

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Boyband feiert Weihnachten

Vocaftief – die sympathischte Boyband des Landes – hat zu Maria Empfängnis gemeinsam mit dem VocalEnsemble Carnica zu einem exklusiven Weihnachtskonzert in die Wiener Klaviergalerie geladen. Die sieben Burschen haben Weihnachtslieder a capella und ohne jeglichen Kitsch zum Besten gegeben. Höhepunkt war ein eigenes Arrangement des Céline-Dion-Klassikers „Don‘ Save It All for Christmas Day“ mit einem engelhaften Solo von Daniel Nguyen. Bleibt zu hoffen, dass es bald ein Vocatief-Album gibt. Bis dahin müssen sich Fans mit Liveaufnahmen auf Soundcloud und YouTube trösten.

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Sieben Männer, sieben Stimmen: Vocatief im Kaisersaal

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Mit Baby im Bauch auf Tour

„Bald fang ich wieder an  zu kiffen, da freu ich mich schon drauf…“, sang Dota am Sonntag lächelnd im Chaya Fuera. „…In einer Woche vielleicht, oder in zwei, oder gar nicht, naja muss ja nicht sein.“ Die deutsche Songwriterin tanzte, stand und saß mit großem Babybauch auf der Bühne und spielte Songs aus ihrem aktuellen Album „Keine Gefahr“ wie Rennrad oder  Grenzen  – aber auch viele ältere Nummern wie Geld verdirbt den Charakter, Aber hey! und  Utopie (mit dem wunderbaren Zitat: „Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei“). Fazit: Dota gehört wohl zu den besten Liedermacherinnen im deutschsprachigen Raum – und würde sich in Wien mehr Publikum und größere Locations verdienen. Mindestens das Konzerthaus!

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Eine Operette in schwarz-weiß

Gebundene Hände, das ist das Ende, jeder verliebten Passion“ , singt Hollywood-Diva Gloria Mills in Ralph Benatzkys „Axel an der Himmelstür“. Die Operette mit den vielen bekannten Schlagerhits ist derzeit an der Wiener Volksoper zu sehen – und zwar komplett in schwarz-weiß. Vom Bühnenbild bis zu den Sängern ist alles in Graustufen gehalten. Das Satirestück mit Wien-Bezug funktioniert generell wie ein lustiger Stummfilm – samt Slapstick, Montagetricks und echtem Orchester. Zusätzlich wird das gerade moderne Whiteboard, das man aus YouTube-Erklärfilmen kennt,  effektvoll eingesetzt. Fazit: Erstaunlich wie unterhaltsam eine alte Operette inszeniert werden kann. Ein wirklich vergnüglicher Abend in der Volksoper. Sehen- und hörenswert!

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Farbe gibts erst nach dem Schlussapplaus.

Buchtipp: „Pater Martin 2“ von Florian Kobler – rund 80 neue Anekdoten und Abenteuer des beliebten Franziskanermönchs. Mit humorvollen Comics von Georg Atteneder.

Gesteuerte Puppen und Drohnen

Es ist natürlich beeindruckend, wenn Dronen mit Suchscheinwerfern über den Köpfen tausender Fans schweben, wenn Kanonen Luftschlangen in die Menge schießen, wenn mit Konfetti gefüllte und leicht zerplatzende XXL-Luftballone durch die Massen wandern, wenn eine drehende 360-Grad-Bühne inklusive 60 Meter Steg mithilfe von durchsichtigen Leinwandnetzen mit riesigen Visuals bespielt werden kann – aber dabei bleibt es ja nicht: Muse überzeugen mit einer musikalisch perfekten, durchchoreografierten Show. Konzerte, wie jenes am Montag in der Wiener Stadthalle, sind eine Aneinanderreihung von Höhepunkten und Überraschungen. Absolutes Highlight: Wenn bei „The Handler“ mit Visuals dargestellte Hände die Musiker an Fäden wie Puppen tanzen lassen.

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Muse spielen musikalisch wie technisch in der ersten Liga.

Buchtipp: „Pater Martin 2“ von Florian Kobler – rund 80 neue Anekdoten und Abenteuer des beliebten Franziskanermönchs. Mit humorvollen Comics von Georg Atteneder.

Von Putin und kleinen Menschen

Randy Newman ist alt geworden. Dennoch begeisterte der 71-Jährige beim gestrigen Konzert in Wien. Das lag zum einen an seinen Hits wie “You’ve Got A Friend”, „I Love To See You Smile”, “My Life Is Good”,  “You Can Leave Your Hat On”, „I’m Dead (But I Don’t Know It)“ oder auch „Feels Like Home“. Was dabei die Stimme nicht mehr schaffte, übernahm das Klavier. Viele Lacher erntete Newman mit Anekdoten zwischendurch. Er bezeichnete etwa seinen Song „Short People” als  „die schlechtestmögliche Art von Hit, die man habe kann.“ Denn nun hasse ihn ein „winziges Segment der Bevölkerung.“ Sein Lied „I Miss You“ schrieb und widmete er seiner ersten Frau, während er bereits mit der zweiten vermählt war. Newman präsentierte auch Neues – etwa den „Putin„-Song.

Randy Newman im MuseumsQuartier (Halle E) in Wien

Randy Newman im MuseumsQuartier (Halle E) in Wien

Buchtipp: „Pater Martin 2“ von Florian Kobler – rund 80 neue Anekdoten und Abenteuer des beliebten Franziskanermönchs. Mit humorvollen Comics von Georg Atteneder.

Schwitzen für die Kunst

Man soll ins Museum gehen, wenn es draußen heiß ist. Denn die Museen sind klimatisiert. Zumindest in der Christoph-Niemann-Schau im MAK stimmt das nicht. Dort kommt man derzeit ordentlich ins Schwitzen. Aber das nimmt man gern in Kauf, denn die Grafiken, Cartoons und Zeichnungen von Niemann sind extrem lustig. Fotografieren ist in der Schau erstaunlicherweise erlaubt, daher hier ein paar Eindrücke:

Kaffee

Katze

Star Wars

Buchtipp: „BlöZinger – Und davon kann man leben?“ von Florian Kobler – ein humorvolles Taschenbuch über das schrägste Clown- und Kabarettduo Österreichs.